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Medienbegriff

Versuch einer Annäherung

Bildquelle: von Eckhard Etzold - Selbst fotografiert, CC BY-SA 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=6346270

Allgemeine Betrachtungen

  • hier Betrachtung des Medienbegriffs im Kontext der Kommunikations- und Medienwissenschaften, Medium als Kommunikationsmittel
  • weitere Betrachtungsmöglichkeiten: allgemeiner Sprachgebrauch, Pädagogik, Physik, Chemie, Versorgungstechnik, Architektur, etc.
  • das in der Mitte befindliche, von lateinisch medius → „in der Mitte von“ oder „vermittelt“ (Schaumburg, Prasse, 2018)
  • das Mittlere, von griechisch μέσον, méson (Wikipedia, 2025)
  • allgemein: Mittel, vermittelndes Element, insbesondere (in der Mehrzahl) Mittel zur Weitergabe oder Verbreitung von Informationen durch Sprache, Gestik, Mimik, Schrift und Bild (…) (Steinmetz, 1999)
  • Grundproblem: bei »Medium« handelt es sich nicht um einen Substanzbegriff mit einem eindeutigen Bezug zu einem »Realobjekt«, sondern vielmehr um einen Beziehungs- oder Funktionsbegriff (Kerlen, 2003, zitiert nach Mock, 2006: S. 184)
    → ein Medium stellt eine Beziehung her, vermittelt, Medium als Mittel der Kommunikation
Schaumburg, Heike, und Doreen Prasse. Medien und Schule. Studientexte Bildungswissenschaft. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt, 2018.
Steinmetz, Ralf. Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme. 2., Vollständig überarb. und erw. Aufl. Neue Medien : Anwender, Entwickler. Berlin: Springer, 1999.
Wikipedia: Medium (Kommunikation), Stand 16. Mai 2025, zuletzt besucht am 02. Juni 2025
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9

Grundbegriff: Medium

  • Als Medien werden alle Materialen bezeichnet, „die systematisch zu einer geregelten und gesellschaftlich relevanten semiotischen (bzw. symbolischen) Kopplung von lebenden Systemen genutzt werden können.“ (Schmidt, 2000, zitiert nach Didagma)
  • semiotische bzw. symbolische Kopplung → zeichenbasiert
    • Zeichen bzw. Zeichensysteme sind Bestandteile von Äußerungen bzw. Mitteilungen (Sprache, Mimik & Gestik, Bilder, Töne, Klänge) siehe (Mock, 2006)
    • Zeichenbasierte Kommunikation besteht nach (Mock, 2006) in Anlehnung an (Saussure, 2001) und (Peirce, 1986) aus drei Bestandteilen:
      1. Zeichenträger, materielle Erscheinung, das Signal (Bild von einem Baum)
      2. einer Bedeutung die dem Zeichen zugeordnet ist (Bedeutung, die diesem Zeichen zugeordnet ist: Baum)
      3. der/die Zeichenbenutzer/in da die Bedeutung auf sozialen Konventionen beruht (Mensch der die Zeichen deutet)
  • Medium als Übermittler von Informationen: stoffliche Qualität tritt in den Hintergrund, Medium = Kommunikationsmittel zwischen Sender und Empfänger (Quelle: Wikipedia)
DIDAGMA-Glossar: „Medienklassifikation“, bearbeitet von Rolf Arnold, FB Pädagogik, TU Kaiserslautern und Thomas Prescher; Waltraud Amberger, Kaiserslautern: Zentrum für Lehrerbildung TU Kaiserslautern, (zuletzt abgerufen am: 5.6.2025).
Wikipedia. https://de.wikipedia.org/wiki/Medium_(Kommunikation), Stand des Wikipediaartikels: 07. Oktober 2024, 7:47Uhr (zuletzt besucht am 7.11.2024)
[weiterlesen: ]Für Kurzübersicht Zeichentheorie Saussure und Pierce siehe Böhn, A., & Seidler, A. (2014). Mediengeschichte: Eine Einführung. Narr Francke Attempto Verlag. , S. 7 oder auch https://de.wikipedia.org/wiki/Semiotisches_Dreieck, Aussprache: Ferdinand de Sosjour
weiterlesen: Zeichentheorie nach Saussure, Pierce, Eco

Sender-Empfänger-Modell

Shannon-Weaver


Kommunikation hat sechs Elemente:
  1. Sender
  2. Empfänger
  3. Nachricht
  4. Kanal
  5. Verschlüsselung
  6. Entschlüsselung
Comicartige Illustration des Sender-Empfänger Modells. Es zeigt zwei Kinder mit einem Büchsentelefon.
Originalbild bei Openclipart.org
Claude Elwood Shannon. (1948). Mathematical Theory of Communication. Reprinted with corrections from The Bell System Technical Journal, Vol. 27, pp. 379–423, 623–656.

Sender-Empfänger-Modell

Shannon-Weaver

  • Kommunikationsablauf
    • Sender will kommunizieren
    • Sender kodiert Information
    • sendet Information los
    • Übertragung durch Kanal
    • Empfänger dekodiert und
    • interpretiert Information
  • Problem: verwendete Codes‚ müssen beiden bekannt sein
  • Kommunikation zwischen Menschen → analoge Signale
Comicartige Illustration des Sender-Empfänger Modells. Es zeigt zwei Kinder mit einem Büchsentelefon.
Originalbild bei Openclipart.org
menschl. Kommunikation ist zeichenbasiert

Erste allgemeine medienwissenschaftliche Definition des Medienbegriffs

stammt laut Hickethier von Friedrich Knilli (Hickethier, 2010: S. 19):
  • ging von einem naturwissenschaftlichen Verständnis aus
  • übertrug physikalischen Medienbegriff auf Kommunikationsvorgänge
  • jede Kommunikation benötigt ein Übertragungsmedium
  • Beispiel: Schall benötigt Luft zur Übertragung
  • alles was der Übermittlung dient wird zum Medium → Medienkette: Schallwellen, Membrane im Ohr, Gehörknöchelchen, etc.
Hickethier, K. (2010). Einführung in die Medienwissenschaft (2., aktualisierte und überarbeitete Auflage). Verlag J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-00514-4

Thomas Mock (2006): Versuch einer Systematisierung

  • Kommunikation bedarf eines Mittels mit Hilfe dessen kommuniziert wird → Medien sind immer auch Elemente der Kommunikation (Mock, 2006:S. 188)
  • Funktions- oder Beziehungsbegriff innerhalb eines bestimmten kommunikativen Kontextes.
    → Betrachtung von Kommunikation ist notwendig, Mock bezieht sich auf die Definition von Bentele und Beck, 1994 (zitiert nach Mock, 2006: S.189):
    Kommunikation als Signal- oder Informationstransfer zwischen einem Sender und einem Empfänger, genauer »als intentionale Informationsübertragung zwischen zwei oder mehr Systemen, die der Informationsabgabe und -aufnahme fähig sind«.
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9
Claude Elwood Shannon. (1948). Mathematical Theory of Communication. Reprinted with corrections from The Bell System Technical Journal, Vol. 27, pp. 379–423, 623–656.

Thomas Mock (2006): Versuch einer Systematisierung

  • Medien als Mittel der Kommunikation:
    1. Medien als Mittel der Wahrnehmung (als »Voraussetzung« für Kommunikation): physikalischer Medienbegriff
    2. Medien als Mittel der Verständigung: kodebezogener Medienbegriff
    3. Medien als Mittel der Verbreitung: technischer Medienbegriff
  • Medien als Form der Kommunikation: soziologischer Medienbegriff
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9

1. Medien als Mittel der Wahrnehmung (als »Voraussetzung« für Kommunikation)(Mock, 2006)

  • → physikalischer Medienbegriff
  • Spielen eher untergeordnete Rolle
  • Zuordnung von physikalischen Medien zu menschl. Sinnen → Kanal (Wahrnehmungs- oder Kommunikationskanal)
  • Kanal kann auch auf Zeichensysteme oder
  • auf Vermögen technischer Medien bezogen sein.
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9

2. Medien als Mittel der Verständigung (Mock, 2006)

  • kodebezogener Medienbegriff
  • Solche, die die Grundlage für »Transfer«, »Austausch« oder »Konstruktion« von Bedeutungen etc. zwischen Kommunikationsbeteiligten bilden.
  • → Zeichen und Zeichensysteme, die es ermöglichen, Gedanken oder Bedeutungen in materielle, übertragbare bzw. wahrnehmbare Signale umzusetzen.
  • menschl. Kommunikation als Zeichenprozess oder symbolisch vermittelte Interaktion (siehe dazu auch Definition von Schmidt, 2000)
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9

3. Medien als Mittel der Verbreitung (Mock, 2006)

  • technischer Medienbegriff
  • Mittel, die der Übermittlung von kommunikativen Äußerungen über die räumlichen oder (raum-)zeitlichen Grenzen direkter Kommunikation hinaus dienen
  • meist technischer Natur
  • Technische Medien: „Techniken zur Überwindung der Beschränkungen direkter menschlicher Kommunikation, die in deren zeitlicher Fixiertheit, räumlicher Begrenzung sowie ihrer Kodierbarkeit“
  • damit in Verbindung: Verhältnis Mensch und Technik, „Technik ist sozial konstruiert und konstruiert soziale Verhältnisse“ (Mock, 2006: S. 192) → siehe auch:
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9

4. Medien als Form der Kommunikation (Mock, 2006)

  • soziologischer Medienbegriff
  • Mittel, die der Übermittlung von kommunikativen Äußerungen über die räumlichen oder (raum-)zeitlichen Grenzen direkter Kommunikation hinaus dienen
  • Entwicklung stabiler Typen der Kommunikation in denen Medien kombiniert sind → bilden nach Mock, der sich auf (Holly, 1996) bezieht „Formen der Kommunikation“
  • in jedem Medium gibt es einen Zusammenhang zwischen Kommunikationsmitteln, Akteuren, Themen, darauf bezogenen Regelungen als etablierte, sozial anerkannte Art und Weise zu kommunizieren
    (siehe auch Hussmanns Unterscheidung zw. gesellschaftlichen und technischen Medien)
  • Beispiele: Theater, Vorlesung, Brief, E-Mail, Telefon, Presse, etc.
Mock, T. (2006). Was ist ein Medium?, Publizistik, 51(2), 183–200, Springer. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9
Holly, Werner (1996): Alte und neue Medien. Zur inneren Logik der Mediengeschichte. In: Rüschoff, Bernd/Schmitz, Ulrich (Hrsg.): Kommunikation und Lernen mit alten und neuen Medien: Beiträge zum Rahmenthema »Schlagwort Kommunikationsgesellschaft« der 26. Jahrestagung der Gesellschaft für Angewandte Linguistik GAL e.V. Frankfurt/Main, S. 9-16.

Mögliche Perspektiven nach (Schaumburg & Prasse, 2018)

Autorinnen verstehen: „Medien als Träger und Vermittler von Signalen in kommunikativen Zusammenhängen“ (S. 17)
→ siehe dazu auch Sender-Empfänger-Modell (Shannon, 1948)
  • greifen die von Mock gemachten systematisierenden Ausführungen auf und entwickeln daraus
  • vier Perspektiven von Medien als Mittel der Kommunikation die sich voneinander abgrenzen lassen (S. 18):
    1. die wahrnehmungstheoretische Perspektive: Medien als Mittel der Wahrnehmung (S. 20)
    2. die technische Perspektive: Medien als Mittel der Verbreitung (S. 18)
    3. die semiotische Perspektive: Medien als Mittel der Verständigung (S. 20)
    4. die systemisch-kulturtheoretische Perspektive: Medien als Form oder Raum der Kommunikation (S. 20)
H. Schaumburg und D. Prasse, Medien und Schule. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt, 2018.
Technische P: Medien technische Mittel, mit denen über die räumlichen und zeitlichen Grenzen direkter Kommunikation hinweg Signale zwischen einem Sender und einem Empf.nger übertragen werden können. Sender Empfänger Modell primäre, sekundäre tertiäre Medien als weiterführung/Teil der technischen Perspektive 2. weniger technisch, klassifikation eher nach sinnesorganen, die angesprochen werden. auch sender/empfänger aber Berücksichtigung psycholog. aspekte. welche menschlichen Sinne durch welche Medieneigenschaften oder Mediensignale besonders angesprochen werden und wie sich dies auf die Kommunikation zwischen Sender und Empf.nger auswirkt 3. 4. Medien schaffen einen Rahmen, in dem sich gesellschaftliche Strukturen und kulturelle Praktiken entwickeln, die ihrerseits wieder auf die Entwicklung der medialen M.glichkeiten zurückwirken. Gesellschaftlicher Aspekt Medien formen und prägen gesellschaftliche Entwicklungen -> McLuhan

Sichtweise nach Ulrich Saxer

  • Definiert Medien als „komplexe institutionalisierte Systeme, um organisierte Kommunikationskanäle von spezifischem Leistungsvermögen“ (Saxer 1999: 5f. zitiert nach Künzler, et al., 2013)
  • Laut Saxer sind Medien in diesem Sinne:
    • Kommunikationskanäle bzw. Medientechniken, welche Zeichensysteme transportieren, um eine bestimmte Bereitstellungsqualität zu übermitteln; [siehe Semiotik]
    • Organisationen, die bestimmte Ziele verfolgen und dafür eine bestimmte Organisationsstruktur ausbilden;
    • ein komplexes Gefüge von Strukturen, in denen verschiedene Medienorganisationen aufeinander bezogen werden;
    • als soziale Institutionen in die politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Verhältnisse der Gesellschaft eingebunden; und
    • sie haben funktionale und dysfunktionale Wirkungen auf andere Gesellschaftssysteme wie Wirtschaft, Politik oder Kultur, wobei die elementarste Funktion die Vergegenwärtigung von Abwesendem darstellt.
Porträt von Prof. Ulrich Saxer.
Ulrich Saxer
Künzler, Matthias, Franziska Oehmer-Pedrazzi, Manuel Puppis, und Christian Wassmer. Medien als Institutionen und Organisationen. Institutionalistische Ansätze in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft, 2013.
Bildquelle: Ulrich Saxer-Stiftung, Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung Universität Zürich (zuletzt besucht am 20.04.2026)
Bringt die Institutionen und Organisationen mit ins Spiel, die Hickethier dann auch näher untersucht.

Medien der individuellen und gesellschaftlichen Kommunikation (Hickethier, 2010)

Medien sind gesellschaftlich institutionalisierte Kommunikationseinrichtungen, wobei zwischen den informellen und den formellen Medien unterschieden werden kann.
  • informelle Medien: nicht durch Institutionen sondern Konventionen bestimmt, Beispiele: Sprache, Literatur, Musik
  • formelle Medien: durch Institutionen organisiert, Beispiele: Post, Radio, Telefon, Fernsehen
Hickethier, K. (2010). Einführung in die Medienwissenschaft (2., aktualisierte und überarbeitete Auflage, S. 1). Verlag J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-00514-4

Dimensionen des Medienbegriffs (Hickethier, 2010)

Unterscheidung durch Differenzierung der Medienfunktionen:
  • Grundformen:
    1. Medien der Beobachtung (der Wahrnehmung) die der Erweiterung und Steigerung der menschl. Sinnesorgane dienen, [McLuhan Medien als „extension of man“]
    2. Medien der Speicherung und Bearbeitung sowie
    3. Medien der Übertragung
  • Kombination der drei Grundformen: Medien der Kommunikation
Hickethier, K. (2010). Einführung in die Medienwissenschaft (2., aktualisierte und überarbeitete Auflage, S. 1). Verlag J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-00514-4

Marshall McLuhan

Das Medium ist die Botschaft

  • McLuhansches Medienverständnis: Medium und Nachricht Synonym: „The medium is the message“
  • Medium als Verlängerung der menschl. Sinnesorgane → Menschen sind Mangelwesen
  • „Das entscheidende an Vermittlungen ist der Einfluss des Mediums auf das, was es überträgt, sowie die daraus folgende Umgestaltung der kulturellen, ästhetischen oder sozialen Ordnung.“ (Sprenger, 2016)
    → „Ein neutrales Medium gibt es demzufolge nicht.“ (Sprenger, 2016)
Bild von Marshall McLuhan, er stützt sich auf einen Fernseher, auf dem sein Bild zu sehen ist.
McLuhan (1967)
Bildquelle: Gotfryd, Bernard, photographer - Marshall McLuhan, half-length portrait, standing, leaning on television set on which his image appears, Gemeinfrei
Florian Sprenger: Warum ist das Medium die Botschaft? In: Heilmann, Till/Schröter, Jens (Hrsg., 2017): Medien verstehen. Marshall McLuhans Understanding Media. Meson Press, Lüneburg, S. 39-58., 2016

Marshall McLuhan

Das Medium ist die Botschaft

  • Botschaft des Mediums ist was das Medium mit dem Menschen macht
  • Wie wirken Medien auf das menschl. Denken, auf die Wahrnehmung?
  • Wir formen unsere Werkzeuge, und dann formen die Werkzeuge uns.
  • Medien sind nicht neutral, keine „Transportbehälter“
  • McLuhan: Wie wirken Medien auf Menschen insbesondere im Zusammenspiel
  • weitergehend:
    • Annäherung über gestaltpsychologische Aspekte, Figur-Grund-Beziehung, Medium: Figur, Kontext: Hintergrund, das eine ist nicht ohne das andere denkbar
    • Medienwirkungen, Tetrade aus umkehrend, veraltend, zurücknehmend, verstärkend
    • Unterscheidung zwischen unterschiedlichen Informationsdichten von Medien
Bild von Marshall McLuhan, er stützt sich auf einen Fernseher, auf dem sein Bild zu sehen ist.
McLuhan (1967)
Bildquelle: Gotfryd, Bernard, photographer - Marshall McLuhan, half-length portrait, standing, leaning on television set on which his image appears, Gemeinfrei
Florian Sprenger: Warum ist das Medium die Botschaft? In: Heilmann, Till/Schröter, Jens (Hrsg., 2017): Medien verstehen. Marshall McLuhans Understanding Media. Meson Press, Lüneburg, S. 39-58., 2016

Niklas Luhmann

Systemtheoretische Sichtweise

  • Daseinsgelegenheit, Medien sind eine Möglichkeit, Medium und Möglichkeit sind Synonym
  • Unterscheidung von Medium und Form
  • Medium sind lose gekoppelte Elemente, bspw. Buchstaben
  • Eine Form sind fest gekoppelte Elemente, bspw. Wörter
  • Wörter sind ein Medium, Sätze eine Form daraus → ein Medium ist ein Raum von Möglichkeiten
  • greifbar sind nur Formen, nicht das Medium selbst
Bild von Niklas Luhmann bei einem Kolloquium an der Universität St. Gallen (1989)
Niklas Luhmann bei einem Kolloquium an der Universität St. Gallen (1989)
Werber, Niels. „Medium/Form. Zur Herkunft und Zukunft einer Unterscheidung“. kritische berichte - Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften 36, Nr. 4 (2008): 64–69. https://doi.org/10.11588/kb.2008.4.11843.
Bildquelle: von Universitätsarchiv St.Gallen | HSGH 022/000941 | CC-BY-SA 4.0, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=125616346
weiterlesen: https://www.gmth.de/zeitschrift/artikel/249.aspx

Niklas Luhmann

Systemtheoretische Sichtweise

  • durch die Bildung von Formen verbraucht sich das Medium nicht: z.B. gehen beim Sprechen oder Schreiben von Sätzen nicht die Wörter aus.
  • die Elemente eines Mediums sind immer Formen in einem anderen Medium: Wörter sind z.B. Formen im Medium der Geräusche oder der Schriftzeichen, Sätze sind Formen im Medium der Wörter, Texte sind Formen im Medium der Sätze.
  • anderes Beispiel (Werber, 2008):
    „Töne, Geräusche oder Stimmen sind Formen des Mediums Luft. Wenn sie zu dünn wird, fällt am Scheitern der Formbildungen auf, dass sie ihr Medium ist.“
Werber, Niels. „Medium/Form. Zur Herkunft und Zukunft einer Unterscheidung“. kritische berichte - Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften 36, Nr. 4 (2008): 64–69. https://doi.org/10.11588/kb.2008.4.11843.

Medienbegriffe nach Posner (Fahlenbrach, 2019)

Posner hat laut Fahlenbrach eine Typologie der [damals] verbreitetsten wissenschaftlichen Medienbegriffe erstellt (Posner, 1985) zitiert nach (Fahlenbrach, 2019: S. 2), das sind:
  • Physikalischer Medienbegriff: Bezug auf ein physikalisches Medium der Vermittlung, z. B. „Schall-Medien“, „Licht-Medien“, „elektronische Medien“, oder „digitale Medien“.
  • Biologischer Medienbegriff: Bezug auf vermittelnde Sinnesorgane, mit denen Informationen aufgenommen werden, z. B. „visuelle“-, „akustische“-, „audiovisuelle Medien“. (siehe auch Böhn & Seidler (2014): Medien nach Sinneskanälen)
  • Technischer Medienbegriff: Bezug auf technische Apparaturen der Vermittlung, z. B. „Druckmedien“, „Rundfunkmedien“, oder „Online-Medien“
  • Kultureller Medienbegriff: Bezug auf kulturelle Konventionen als Medien der Vermittlung, z.B. „Mediengenre“, „Mediengattungen“ oder „Medienprogramme“.
Fahlenbrach, Kathrin. Medien, Geschichte und Wahrnehmung: Eine Einführung in die Mediengeschichte. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2019.
Originalquelle: Posner, Roland. 1985. Terminologiediskussion: Zur Geschichte der Begriffe ‚verbal‘ und ‚nonverbal‘, ‚Interaktion‘ und ‚Kommunikation‘, ‚Publikum‘ und ‚Öffentlichkeit‘, ‚Medium‘, ‚Massenmedium‘ und ‚multimedial‘. In Zeitschrift für Semiotik 7: 235–271. (selbst nicht verifiziert)
Beispiele sind nicht vollständig, hier sollen sie nur einen Eindruck und eine Idee dessen vermitteln was gemeint ist.

Medium weitere Sichtweisen (Fahlenbrach, 2019)

Kathrin Fahlenbrach geht von einer medienhistorischen Betrachtung aus und beschreibt neben den allgemeinen etymologischen Herleitungen (siehe Folie „Allgemeine Betrachtungen“)
  • die Basismedien Stimme, Schrift, Geste, Bild & bewegte Klangbilder
aus denen sich, je nach Sinnesadressierung die Zuordnung zu Medien des:
  • Sprechens und Hörens (Grammophon, Telefon, Radio, Schallplatte, CD, …),
  • Schreiben und Lesens (Schrift, Zeitschrift, Computer, …),
  • Zeigens und Sprechens (Bilder analog und digital, auch mentale wie Traumbilder, Einnerungen, Fantasiebilder (Fahlenbrach, S. 124) oder manifeste also von einem Medium abhängig: bspw. Fotografie, Film, etc.),
  • der Audiovision (bewegte Klangbilder, Laterna Magica, Film, Video, digital).
kategorisieren lassen (S. 10).
Fahlenbrach, Kathrin. Medien, Geschichte und Wahrnehmung: Eine Einführung in die Mediengeschichte. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden, 2019.
Versucht m. Meinung nach nicht, eine Definition zu finden sondern zeigt die historische Entwicklung auf.

Medien zur menschlichen Kommunikation (Pross, 1970) ergänzt durch (Faßler, 1997)

Harry Pross geht in seiner Typologie davon aus in welchem Ausmaß technische Apparaturen in den Kommunikationsprozess eingebunden werden.
  • Primäre Medien: Medien des menschlichen Elementarkontaktes, die keinerlei apparative Technik implizieren, wie Stimme, Mimik, Gestik und andere Aspekte der Körpersprache. [1]
  • Sekundäre Medien: Medien, die auf einer technischen Apparatur zum Herstellen kommunikativer Zeichen beruhen, die ohne technische Apparatur rezipiert werden können, wie Schrift, Druckmedien, Musik, Flaggen oder Grafiken. [1]
  • Tertiäre Medien: Medien, die zur Produktion und Rezeption kommunikativer Zeichen technische Apparaturen voraussetzen, wie Schallplatte, Telefon, Film, Fernsehen, Radio oder Computer. [1]
  • Quartiäre Medien: Online-Medien, von Faßler (1997) hinzugefügt. Nach Pross Tertiäre Medien, Faßler betont aber den Aspekt der Massenkommunikation und Partizipation.[2]
[1] vgl. Harry Pross 1970, zitiert nach Faulstich, (prüfen und Quelle ergänzen!)
[2] Schaumburg, H., & Prasse, D. (2018). Medien und Schule. Julius Klinkhardt.

Grundbegriff: Medium

(Henning, 2003)

  • Im Zentrum von Multimedia stehen Menschen und ihre Wege, mit anderen Menschen und ihrer Umwelt zu kommunizieren (Henning, 2003)
  • Diese Kommunikation wird über verschiedene Kanäle abgewickelt (Henning, 2003):
    • Textueller Kanal, d.h. Wort und Schrift
    • Über den visuellen Kanal
    • Über den auditiven Kanal
    • Durch die Wahrnehmung von Bewegung und Beschleunigung
    • Durch das Fühlen von Kräften, Texturen und Temperaturen
    • Durch Riechen und Schmecken
  • Andere Bezeichnung für Kanäle: Modi, Modalitäten, Moden
Henning, P. A. (2003). Taschenbuch Multimedia (3., bearb. Aufl., S. 646). Fachbuchverl. Leipzig im Carl Hanser Verl.

Medien nach Sinneskanälen

  • Orientierung an den zur Rezeption genutzten Sinneskanälen (Böhn & Seidler, 2014)
  • Meist visuell, auditiv oder audio-visuell
  • Auch möglich aber medial oft keine Rolle spielend (Böhn & Seidler, 2014):
    • Olfaktorisch
    • Gustatorisch
    • Haptisch
Symbole für Auge, Ohr, Hand, Nase und Zunge.
Böhn, A., & Seidler, A. (2014). Mediengeschichte: Eine Einführung (2. Aufl.). Narr Francke Attempto Verlag, Tübingen.
Bildquelle: SVG Repo, Lizenzinformationen
Haptisch kursiv weil laut Böhn und Seidler oft keine Rolle spielend, mittlerweile aber eben doch -> Smartphone, Notebook, etc.

Gesellschaftliche vs. Technische Medien (Hussmann, 2011: S. 16)

Gesellschaftliche Medien

  • Sichtweise der Kommunikationswissenschaft, Soziologie etc.
  • Ganzheitliche Betrachtung komplexer Kommunikationsformen
    • z.B. „Medium Zeitung“ oder „Medium Rundfunk“
    • Analog „Medium Internet“ oder „Medium WWW“

Technische Medien

  • Sichtweise der Informatik und der Nachrichtentechnik
  • Betrachtung von (integrierbaren) Einzelmedien
    • z.B. „Medium Text“ oder „Medium Ton“
    • Spezieller: „Medium MPEG-Strom“ oder „Medium JPEG-Bild“
Digitale Medien verwenden technische Medien, um neue gesellschaftliche Medien zu schaffen.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, Seite 16.

Arten technischer Medien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Perzeptionsmedien
  • Repräsentationsmedien
  • Präsentationsmedien
  • Speichermedien
  • Übertragungsmedien
  • Informationsaustauschmedien
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.

Arten technischer Medien

Perzeptionsmedien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Perzeption von lateinisch perceptio von percipere „erfassen, ergreifen, wahrnehmen“
  • Abgeleitet von den menschlichen Sinnen → Wie nimmt der Mensch die Information auf?
  • Primäre Unterscheidung zwischen Hören und Sehen
  • Weitere Unterscheidung: Bewegtbild, Animation, Text
Bild von einem Auge.
Ein Bild von einer Ohrmuschel.
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.
Bild Auge: von Petr Novák, Wikipedia, CC BY-SA 2.5, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=441286
Bild Ohr: Von Peter Niemayer - Selbst fotografiert, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=64282298

Arten technischer Medien

Repräsentationsmedien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Charakterisierung durch rechnerinterne Darstellung → Wie wird die Information im Rechner kodiert?
  • Beispiele:
    • Einzelner Buchstabe, ASCII, UNICODE
    • Graphik, Dateiformate, auch mit Text
    • Datenstrom eines Mediums, beispielsweise Audio
    • Einzelbild
    • Video
ASCII-Code: 77 64 82 67 69 76
Bild mit 6 verschiedenen Farben und deren rechnerinterne Codierung als RGB-Hexadezimalwert, Farbname, HSV-Dezimalwert und RGB-Dezimalwert.
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.
Farbe:
RGB (Hex), Name,
HSV, RGB

Arten technischer Medien

Präsentationsmedien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Bezieht sich auf die Hilfsmittel und Geräte für E/A → Über welches, bzw. mit Hilfe welchen Mediums wird eine Information über einen Rechner ausgegeben oder in einen Rechner eingelesen?
  • Ausgabemedien: Papier, Bildschirm und Lautsprecher, etc.
  • Eingabemedien: Tastatur, Kamera, Mikrofon, Maus, Stift, etc.
Bild eines Mikrofons.
Bild eines Kindle Paperwhite.
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.
Bildquelle Mikrofon: von Georg Feitscher - Privatsammlung, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=56074
Bildquelle Kindle: von Webysther - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=61341450

Arten technischer Medien

Speichermedien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Unterscheidung der verschiedenen Datenträger → Wo, bzw. worauf wird die Information gespeichert?
  • Beispiele: Mikrofilm, Papier, Festplatte, CD-ROM, USB-Stick, ...
Bild eines Papierstapels.
Bild einer Festplatte.
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.
Bildquelle Papier: von Niklas Bildhauer (who also is User gerolsteiner91. - originally posted to Flickr as folder, CC BY-SA 2.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=4760098
Bildquelle Festplatte: von Eric Gaba, Wikimedia Commons user Sting, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=11278668

Arten technischer Medien

Übertragungsmedien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Charakterisiert die Datenträger für kontinuierliche Übertragung → Worüber wird die Information übertragen?
  • Kabel, Glasfaser, Luft, incl. technischer Details wie Bandbreite, Kodierung, Protokolle
Bild eines Glasfaserkabels.
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.
Bildquelle Glasfaserkabel: von NoiseD, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=3323172

Arten technischer Medien

Informationsaustauschmedien (Steinmetz, 1999; Hussmann, 2011)

  • Alle Datenträger, die zur Übertragung von Informationen zu verwenden sind
  • Welcher Informationsträger wird für den Austausch von Informationen zwischen verschiedenen Orten verwendet?
  • Zwischenspeicherung ist erlaubt: Mikrofilm, Papier, CD, USB-Stick
  • Kabel, Glasfaser, Luft
  • Oberbegriff für bestimmte Speicher- und Übertragungsmedien
Bild eines Netzwerkkabels (Patchkabel).
Steinmetz, R. (1999). Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme (2., vollständig überarb. und erw. Aufl.). Springer.
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.
Bildquelle Kabel: von Christian "VisualBeo" Horvat - Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=169719

Klassifizierung von Technischen Medien

Bildliche Darstellung der von Steinmetz klassifizierten Technischen Medien, unterteilt in benutzer:innenbezogen und verarbeitungsbezogen.
Bild nach (Hussmann, 2011), angepasst
Heinrich Hussmann. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien (PDF), Ludwig-Maximilians-Universität München, WiSe 2010-2011, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.

Grundbegriff: Digitale Medien

  • digitalen Medien → elektronische Medien, die mit digitalen Codes arbeiten (Schmitz, 2007)
    • Kommunikationsmedien, die digital arbeiten, bspw.: Internet
    • Die dazu notwendigen Geräte zur Speicherung, Verarbeitung, Verteilung, Darstellung, Berechnung und Aufzeichnung
  • Digitale Codes: Bitfolgen
    • Art der Codierung bestimmt über den Medientyp
      → wie die ursprünglichen Informationen in Bitform darzustellen sind (Schmitz, 2007)
  • Digitale Medien:
    • Inhalte können algorithmisch erzeugt, gestaltet und/oder verändert werden.
    • Inhalte müssen nicht mehr menschengemacht sein.
Illustration: spiralförmig angeordneter Binärcode.
Schmitz, R. (Hrsg.). (2007). Kompendium Medieninformatik: Medienpraxis. Springer, Berlin, Heidelberg. https://doi.org/10.1007/978-3-540-36630-0
Bildquelle: https://openclipart.org/detail/306700/binary-whirlpool

Zusammenfassung

  • Medienbegriff schwierig allgemein zu definieren. Problem: Medienbegriff ist über Funktion definiert. Beschreibung einer Beziehung oder einer Funktion nicht Definition eines realen Objektes
  • Medium als vermittelndes Element hilft mehr oder weniger ;-) und kann auch verwirren
  • Verschiedene verallgemeinernde Ansätze von Saxer, McLuhan, Luhmann, Pross, etc.
  • Etwas spezieller: Technische Sichtweise von Steinmetz
  • Kommunikationsaspekt ist wichtig, [siehe auch Sender-Empfänger Modell] und ist Basis für die meisten Betrachtungen zum Thema Medium
  • Thomas Mock versucht eine systematische Betrachtung/Kategorisierung der in der Literatur vorhandenen Medienbegriffe:
    • Medien als Mittel der Wahrnehmung: physikalischer Medienbegriff
    • Medien als Mittel der Verständigung: kodebezogener Medienbegriff
    • Medien als Mittel der Verbreitung: technischer Medienbegriff
    • Medien als Form der Kommunikation: soziologischer Medienbegriff

Verwendete Literatur

  • Böhn, Andreas, und Andreas Seidler. 2014. Mediengeschichte: Eine Einführung. 2. Aufl. Tübingen: Narr Francke Attempto Verlag.
  • Claude Elwood Shannon. 1948. „A Mathematical Theory of Communication“. In Reprinted with corrections from The Bell System Technical Journal, Vol. 27:379–423, 623–56.
  • DIDAGMA-Glossar: „Medienklassifikation“, bearbeitet von Rolf Arnold, FB Pädagogik, TU Kaiserslautern und Thomas Prescher; Waltraud Amberger, Kaiserslautern: Zentrum für Lehrerbildung TU Kaiserslautern, (zuletzt abgerufen am: 18.6.2025)
  • Fahlenbrach, Kathrin. 2019. Medien, Geschichte und Wahrnehmung: Eine Einführung in die Mediengeschichte. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden.
  • Heinrich Hussmann. 2010. „Digitale Medien“. Vorlesungsfolien, Ludwig-Maximilians-Universität München.

Verwendete Literatur

  • Henning, Peter A. 2003. Taschenbuch Multimedia. 3., Bearb. Aufl. München: Fachbuchverl. Leipzig im Carl Hanser Verl.
  • Hickethier, Knut. 2010. Einführung in die Medienwissenschaft. 2., Aktualisierte und Überarbeitete Auflage. Springer eBook Collection. Stuttgart: Verlag J.B. Metzler. https://doi.org/10.1007/978-3-476-00514-4.
  • Künzler, Matthias, Franziska Oehmer-Pedrazzi, Manuel Puppis, und Christian Wassmer. 2013. Medien als Institutionen und Organisationen. Institutionalistische Ansätze in der Publizistik- und Kommunikationswissenschaft.
  • Mock, Thomas. 2006. „Was ist ein Medium?“ Publizistik 51 (2): 183–200. https://doi.org/10.1007/s11616-006-0056-9.
  • Schaumburg, Heike, und Doreen Prasse. 2018. Medien und Schule. Studientexte Bildungswissenschaft. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.
  • Schmitz, Roland, Hrsg. 2007. Kompendium Medieninformatik: Medienpraxis. X.media.pressSpringerLink : Bücher. Berlin, Heidelberg: Springer. https://doi.org/10.1007/978-3-540-36630-0.

Verwendete Literatur

  • Sprenger, Florian. 2016. „Warum ist das Medium die Botschaft?“ In: Heilmann, Till/Schröter, Jens (Hrsg., 2017): Medien verstehen. Marshall McLuhans Understanding Media. Meson Press, Lüneburg, S. 39-58.
  • Steinmetz, Ralf. 1999. Multimedia-Technologie: Grundlagen, Komponenten und Systeme. 2., Vollständig überarb. und erw. Aufl. Neue Medien : Anwender, Entwickler. Berlin: Springer.
  • Werber, Niels. 2008. „Medium/Form. Zur Herkunft und Zukunft einer Unterscheidung“. kritische berichte - Zeitschrift für Kunst- und Kulturwissenschaften 36 (4): 64–69. https://doi.org/10.11588/kb.2008.4.11843.
  • Wikipedia. 2025. „Medium (Kommunikation)“. In Wikipedia, zuletzt besucht am 18. Juni 2025.

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