Your browser doesn't support the features required by impress.js, so you are presented with a simplified version of this presentation.

For the best experience please use the latest Chrome, Safari or Firefox browser.

Wissenschaftliches Arbeiten

Menschen bei der Analyse von Literatur
Studierende bei der Literatursuche, © OVGU.

Agenda

  • Was ist eine wissenschaftliche Arbeit? Definition.
  • Wie erstellt man eine wiss. Arbeit?
    • Wie komme ich zu einem Thema? Wie finde ich eine Forschungsnische?
    • Wie komme ich zu Inhalten?
  • Formale Kriterien:
    • Aufbau
    • Gliederung
    • Mikro- und Makrotypografische Aspekte
    • Abbildungen, Tabellen
  • Inhaltliche Kriterien:
    • Wie argumentiere ich richtig?
    • Wie zitiere ich richtig?
  • Literaturverwaltung
  • Tipps und Hinweise

Arten wissenschaftlicher Arbeiten, Beispiele

  • Kurzreferat
  • Referat
  • Hausarbeit
  • Bachelorarbeit
  • Masterarbeit
  • Doktorarbeit
  • Tagungsaufsatz/Paper
  • Zeitschriftenartikel
  • Buchkapitel/-abschnitt
  • Monografie

  • Meist begutachtet
wissenschaftliche Arbeiten im Bibliotheksregal
Verschiedene wiss. Arbeiten in einem Bibliotheksregal, ©OVGU

Definition wissenschaftliche Arbeit

nach Umberto Eco (2020)

  1. Die Untersuchung behandelt einen erkennbaren Gegenstand, der so genau umrissen ist, dass er auch für Dritte erkennbar ist.
  2. Die Untersuchung muss über diesen Gegenstand Dinge sagen, die noch nicht gesagt worden sind, oder sie muss Dinge, die schon gesagt worden sind, aus einem neuen Blickwinkel sehen.
  3. Die Untersuchung muss für andere von Nutzen sein.
  4. Die Untersuchung muss jene Angaben enthalten, die es ermöglichen nachzuprüfen, ob ihre Hypothesen falsch oder richtig sind, sie muss also die Angaben enthalten, die es ermöglichen, die Auseinandersetzung in der wissenschaftlichen Öffentlichkeit fortzusetzen.
Wissenschaftliches Arbeiten heißt vor allem: „sich seine eigenen Gedanken machen“ Sesink, 2014
Cover von Umberto Ecos Buch.
Umberto Eco (2020): Eco, U. (2020). Wie man eine wissenschaftliche Abschlussarbeit schreibt: Doktor-, Diplom- und Magisterarbeit in den Geistes- und Sozialwissenschaften., UTB GmbH, Stuttgart, 14. Auflage, S. 40ff
Werner Sesink (2014): Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: inklusive E-Learning, Web-Recherche, digitale Präsentation u.a., 9., Aktualisierte Auflage. München: Oldenbourg Verlag, 2014, S. 10.

Kennzeichen wissenschaftlicher Arbeiten

  • klar strukturierte Präsentation eines Themas
  • klare Darstellung einer Wissenslücke in diesem Forschungsbereich
  • Erläuterung des Forschungs-/Wissensstands zu diesem Thema, dies beinhaltet:
    • Literaturrecherchen und deren Auswertung
    • erkennbare Bezüge zu verwandten Arbeiten
  • deutliche Darstellung eigener Ergebnisse, durch Wissenschaftler nachvollziehbar, wiederholbar, überprüfbar
  • kritische Auseinandersetzung mit eigenen und fremden Ergebnissen
  • weiterführende Ideen
„Forschung heißt, sich auf Neuland zu begeben; neue Erkenntnisse hervorzubringen. Forschung ist also eine produktive Tätigkeit und insofern weitaus mehr als bloße Aufnahme vorhandener Wissensbestände.“ (Sesink, 2014)
Werner Sesink (2014): Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten: inklusive E-Learning, Web-Recherche, digitale Präsentation u.a., 9., Aktualisierte Auflage. München: Oldenbourg Verlag, 2014, S. 10.

Ablauf einer wiss. Ausarbeitung

Grafik über den Ablauf einer wissenschaftlichen Arbeit.
Sehr gute Übersicht zum Schreiben von Arbeiten an der Uni Münster. Das Bild stammt von der Universitätsbibliothek der TU München (Lizenz: CC BY-SA 4.0). Dort ist es Bestandteil einer sehr guten Checkliste für wiss. Arbeiten.
unbedingt weiterlesen: LOTSE — Wegweiser zur Literatursuche und zum wissenschaftlichen Arbeiten, Universitäts- und Landesbibliothek Münster, Krummer Timpen 3 48143 Münster, zuletzt besucht am 18.2.2024

Aufbau wissenschaftlicher Arbeiten

  • Inhalt ist wichtig!
  • Form unterstützt Inhalt: klarer Aufbau, einheitliches Erscheinungsbild
  • Klare Struktur im Kopf → klare Struktur der Arbeit
nachdenkender Junge mit Fragezeichen neben dem Kopf
Bildquelle: Openclipart by Artist: ryanlerch, License: Creative Commons Zero
Klassischer Aufbau:
  • Deckblatt
  • Zusammenfassung)
  • Inhaltsverzeichnis, (weitere Verzeichnisse)
  • Einleitung
  • (Vorbetrachtungen)
  • Hauptteil
  • Schluss/Evaluation
  • Zusammenfassung
  • Ausblick
  • Quellenverzeichnis
  • (Anhang)
  • (Eidesstattliche Erklärung/Selbstständigkeitserklärung)
Die in Klammern gesetzten Teile sind oft nicht notwendig, bspw. Abbildungsverzeichnis oder auch ein Anhang.

Idee→Thema→Inhalt

Idee

  • oftmals unstrukturiert
  • weit davon entfernt, ein Thema zu sein
  • lose Stoffsammlung
  • unbedingt schriftlich fixieren, egal wie abwegig die Gedanken erscheinen
  • mit anderen diskutieren bringt neue Ideen bzw. Klarheit über die vorhandenen Ideen
Comic über jemanden der eine Idee hat.
Bildquelle: Openclipart

Idee→Thema→Inhalt

Thema

  • aus der Ideensammlung entwickelt
  • strukturierte, wissenschaftlich formulierte Zielstellung der Arbeit
  • Was haben die Ideen gemeinsam?
  • Gibt es einen „Überbau“ zu den Ideen?
  • Wie sieht das Thema aus einem anderen Blickwinkel aus, bspw. wenn andere Aspekte berücksichtigt werden.
  • alle Themenvorschläge aufschreiben
  • zur Formulierung Hilfe anderer suchen
Comic über jemanden der eine Idee hat.
Bildquelle: Openclipart

Idee→Thema→Inhalt

Inhalt

  • Analysieren der Themenstellung
  • Begriffe, Schlüsselkonzepte, Beziehungen
  • Dekomposition in Teilthemen
  • versuchen, einen „roten Faden“ durch diese zu finden
Comic über jemanden der eine Idee hat.
Bildquelle: Openclipart

Schriftliche Ausarbeitung, wie anfangen?

  • Materialien gliedern
  • „roten Faden“ nicht aus den Augen lassen
  • Versuch eines Inhaltsverzeichnisses
  • den jeweiligen Umfang abschätzen
  • mit dem Betreuer/der Betreuerin oder anderen diskutieren
  • keine Angst vor späterem Umstrukturieren
  • noch keine Gedanken um das Aussehen machen, der Inhalt ist das Wichtigste
Bild von Openclipart

Mögliche Vorgehensweise

  • pro Kapitel ein A4-Blatt
    • Kapitelüberschrift festlegen und aufschreiben
    • Stichpunkte zum möglichen Inhalt dazuschreiben
    • Materialien entsprechend dem Inhalt des Kapitels zusammensuchen
    • Versuchen, eine Gliederung innerhalb des Kapitels zu erstellen und auf ein zweites Blatt schreiben
  • Zusammenheften, zwei Tage in die Ecke legen und etwas vollständig anderes machen
  • das Ganze nochmals überdenken und auf einem sauberen farbigen A4-Blatt den Inhalt zusammenfassen

  • Hinweis zum inhaltlichen Aufbau: Wissenschaftliche Arbeiten folgen in der Regel dem Prinzip „vom Allgemeinen zum Speziellen“. Dies ist in der gesamten Arbeit der Fall aber auch in den einzelnen Kapiteln, Abschnitten und Unterabschnitten.

Formale Kriterien

  • Formales:
    • Durchnummerierung: Seiten, Kapitel, Abschnitte, (Formeln, Tabellen, Abbildungen)
    • Einheitliche Gestaltung von Überschriften
    • Kopf-/Fußzeile je nach Druckwerk
    • Je nach Vorgabe durch Dozent, Institut, Verordnung: 1,5zeilig, doppelseitig, PDF, etc. Nachfragen ob Vorgaben existieren.
  • Am besten Formatvorlage erstellen
  • Das Aussehen eines Dokumentes sagt viel über den Verfasser aus!
  • Layout ist nicht nur „Beiwerk“.
  • Gut gestaltete Arbeiten helfen, die intendierte Botschaft zu vermitteln.
  • Aber: Inhalt ist die Hauptsache, Layout unterstützt, zuerst Gedanken über den Inhalt machen!
alternative Nummerieung:
Abschnitt.laufende Nummer
→ Abbildung 1.2
→ Tabelle 1.4

Seitengestaltung

  • Gedanken über den Satzspiegel machen. Sinnvolle Randgrößen festlegen.
  • Überlegen ob ein- oder zweiseitig, wenn zweiseitig, Satzspiegel für linke und rechte Seite festlegen
  • Festlegen ob ein- oder mehrspaltig

  • Kopfzeile
    • Kapiteltitel/Abschnittstitel
    • Seitenzahl
    • Abtrennung durch waagerechte Linie
  • Fußzeile
    • leer
    • Seitenzahl (wenn nicht in Kopfzeile)

  • Institutsvorgaben erfragen! Bei anderen wiss. Arbeiten, wie bspw. Aufsätzen gibt es ebenfalls Vorgaben, bspw. von Verlagen, manchmal sogar Formatvorlagen, bspw. bei Tagungen.

Schriftarten

  • Wenige, gut lesbare und zusammen passende Fonts auswählen
  • Überschriften ohne Serifen
  • Haupttext mit Serifen
  • 2 Schriftfamilien reichen aus
  • Schriftgrößen, je nach Dokumentart: 10-12pt für Fließtext
  • Textverarbeitungssysteme:
    • Überschriften Arial (Helvetica)
    • Haupttext Times New Roman (Times)
    • Wenn gebraucht: Quelltexte Courier New (Courier)
  • LaTeX:
    • Koma-Script verwenden (Voreinstellungen ideal)
    • Helvetica / Times / Courier

Illustrationen/Abbildungen

  • Inhaltlicher Textbezug
  • Illustrationen sind kein schmückendes Beiwerk, daher Einsatz gut überdenken.
  • Positionierung mit Layout abstimmen
  • keine Abbildung ohne Referenz im Text, dazu unbedingt erforderlich: eindeutige ID für Abbildung, normalerweise Nummerierung
    • durchlaufend von 1... n
    • im Kapitel durchnummeriert nach Schema Kapitelnummer.laufende Nummer, bspw. Abbildung 1.2
  • Verweis im Fließtext vor dem Bild, bspw. „wie in Abbildung 1.4 zu sehen...“ erst danach kommt Abbildung 1.4
  • mögliche Ausnahme von Nummerierung: „...wie in nachfolgender Abbildung dargestellt:“ oder ähnlich, dann muss Bild aber auch nach Doppelpunkt stehen.
Eine Buchseite mit einer Abbildung und einem Verweis darauf.
Bildbeispiel aus: Marino, M. C. (2020). Critical code studies. The MIT Press. S.113, Cambridge, Massachusetts.

Illustrationen/Abbildungen

  • Qualität der Bilder
    • scannen und ggf. nachbearbeiten
    • optimiert auf Ausgabegerät (Drucker, Bildschirm)
    • wenn möglich Vektorgrafiken verwenden → Illustrationen, die aus grafischen Primitiven (Linie, Kreis, Rechteck, Pfade, etc.) erzeugt werden.
    • Fotos oder fotorealistische Darstellungen verwenden Pixelgrafiken (Auflösung entsprechend Ausgabegerät wählen)
  • Zeichnungen nach einheitlichem Schema
  • Beschriftungen gut lesbar unter dem Bild (Bildunterschrift 😉)
  • Sinnvolle, erklärende Bildunterschriften verwenden
  • Hervorhebungen/Markierungen wenn nötig
  • Quellenangaben nicht vergessen (wenn das Bild nicht selbst erstellt wurde), Lizenz beachten und Art der Lizenz angeben.

Tabellen

  • haben eine Semantik, Zeilen haben eine Bedeutung, Spalten auch
  • wie bei Abbildungen:
    • Verweis im Text ist erforderlich „wie in Tabelle 4 dargestellt...“
    • Tabelle sollte nach dem Verweis stehen
    • Dazu ist eine eindeutige ID vergeben (durchnummeriert im Dokument oder Kapitel/Abschnitt)
    • mögliche Ausnahme: „wie in nachfolgender Tabelle dargestellt:“ dann muss die Tabelle aber auch nach dem Doppelpunkt stehen
  • Tabellen sind keine Abbildungen, auch nicht wenn sie gescannt oder fotografiert sind 😉
  • Tabellen sollten auch eine Beschriftung haben, diese sitzt üblicherweise über der Tabelle (bei Abbildungen darunter)
Bild einer Tabelle mit richtiger Beschriftung und Verweis im Text.
Tabelle mit Beschriftung und Verweis im Fließtext. Gut zu sehen: Tabellenbeschriftung steht über der Tabelle, Verweis davor. Original: (Preim & Dachselt, 2010)
Beispiel aus: Preim, B., & Dachselt, R. (2010). Interaktive Systeme—Band 1 (2. Aufl.). Springer Berlin Heidelberg. S. 131.

Abkürzungen

  • Abkürzungen bei der ersten Benutzung aus- und Abkürzung dazu schreiben (bspw. in Klammern)
  • Beispiel: Akteur Netzwerk Theorie (ANT), siehe Bild rechts
  • Alternativ, bei vielen Abkürzungen, insbesondere auch wenn es sich um allgemein benutzte handelt → Abkürzungsverzeichnis
  • wichtig ist, es muss unbedingt klar sein, was die benutzte Abkürzung bedeutet
Screenshot eines Aufsatzes in dem die Abkürzung ANT verwendet wird.
Verwendung der Abkürzung ANT in einem Aufsatz. Quelle: (Bettinger, 2020: S. 58)
Quelle des Beispiels:
Bettinger, Patrick. 2020. «Materialität und digitale Medialität in der erziehungswissenschaftlichen Medienforschung. Ein praxeologisch-diskursanalytisch perspektivierter Vermittlungsversuch». Zeitschrift Medien-Pädagogik (Jahrbuch Medienpädagogik 15), 53–77.
Abkürzung muss nicht zwingend in Klammern, hauptsache eindeutig zugeordnet, bspw. ...nachfolgend mit ANT abgekürzt..., allgemein benutzte Abkürzungen wenn man nicht davon ausgehen kann, dass alle sie kennen.

Richtig gliedern…

  • aussagekräftige Überschriften verwenden
  • nicht mehr als 4 Gliederungsebenen, bei Büchern ev. auch 5 möglich aber nicht sinnvoll, man verliert den Überblick (und braucht natürlich auch entsprechend viele Unterthemen)
    1 Abschnitt
    1.1 Unterabschnitt
    1.1.1 Unterunterabschnitt
    1.1.1.1 Unterunterunterabschnitt
  • mindestens 2, möglichst 3 oder mehr Überschriften auf jeder dieser Ebenen
  • in den einzelnen Abschnitten auch Inhalt

Richtig argumentieren…

  • Alle Argumente beweisen, sonst sind es nur Hypothesen oder Behauptungen
  • Starke Argumente:
    • Quellenangabe,
      • Zitierwürdigkeit der Quelle prüfen!
      • Verfügbarkeit der Quelle beachten/prüfen! Oft schwierig bei Webseiten (verschwinden, wechseln die URL, werden aktualisiert, etc.)
      • Sekundärzitate vermeiden (wenn möglich), besser: Primärquelle prüfen und diese zitieren.
    • Empirische Untersuchungen: bspw. eigene Studien
  • Schwächere Argumente: Beispiele → wenn benutzt, dann mehrere aufzählen, es sind Indizien, manchmal besser als nichts, ersetzt aber keinen Beweis!

Quellenangaben wann?

Oft werden in studentischen Arbeiten Eigenständigkeitserklärungen verlangt, darin steht so oder so ähnlich: „Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit bzw. Leistung eigenständig verfasst und keine anderen als die angegebenen Quellen und Hilfsmittel verwendet habe. Die aus fremden Quellen direkt oder indirekt übernommenen Texte, Gedankengänge, Konzepte, Grafiken usw. in meinen Ausführungen habe ich als solche eindeutig gekennzeichnet und mit vollständigen Verweisen auf die jeweilige Quelle versehen.“

Konkret bedeutet das:
  1. bei der direkten, wörtlichen Übernahme von Zitaten (= direktes Zitat),
  2. bei der indirekten Übernahme von Gedanken, Meinungen etc. einer anderen Autorin/eines anderen Autors (= indirektes Zitat) sowie
  3. bei Sachverhalten, die von anderen AutorInnen oder Institutionen etc. erarbeitet wurden und die nicht als gedankliches Allgemeingut gelten können (z.B. Ergebnisse von Studien).

Richtig zitieren…und nichts vergessen!

  • Vollständige Quellenangaben! (je nach Art der Quelle unterschiedlich), beispielsweise:
    • Autor / Herausgeber
    • Titel
    • Buchtitel
    • Verlag, Verlagsort
    • Erscheinungsjahr
    • Seitenzahlen
  • Richtlinien einhalten!
  • Informieren, welche Angaben für welche Quelle zwingend notwendig sind (die wichtigsten werden später noch vorgestellt)
Helfen können hier Literaturverwaltungssysteme siehe Folie dazu

Richtig zitieren… Zitierweise

  • Amerikanische Zitierweise
    • Direkter Vermerk nach dem Zitat
    • … stellen die Autoren fest (Götze 2001, S. 24).
  • Deutsche Zitierweise
    • Angabe der Quelle in der Fußnote
    • … stellen die Autoren fest1.
  • Autorenanzahl >3: Abkürzung durch u.a. oder auch et al., Beispiel: (Götze et al. 2001, S. 24)
  • unbedingt für eine Zitierweise entscheiden und im gesamten Dokument beibehalten.
1vgl. Götze 2001, S. 24

Richtig zitieren… Zitierweise

  • wenn Fußnote verwendet wird, dann kann auch die gesamte Quelle angegeben werden → Vollbeleg1, im Gegensatz dazu Kurzbeleg wie hier: (Kern, 2017)
  • Vollbeleg ist weniger sinnvoll, wenn ohnehin ein Literaturverzeichnis in der Arbeit ist.
  • kein Weglassen von Literaturverzeichnissen bei Vollbelegen, Literaturverzeichnis ist Pflicht!
  • Benutzung von a. a. O. (am angegebenen Ort) oder ebd. (ebenda) sind möglich aber unschön, bitte vermeiden!
1Prof. Dr. Jürgen Kern: „Anleitung zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten“, 10. Auflage, HTM Berlin, 2017, (zuletzt aufgerufen am 14.12.2024)

Richtig zitieren… Zitierstile

  • Alternativ: …stellen die Autoren fest [1]
    Im Literaturverzeichnis:
    [1] Götze, M. (2001): „Das schöne Zitat - wie ich bei meinem Prof. Eindruck schinde“, Selbstverlag, Magdeburg, S. 24.
  • Oder: …stellen die Autoren fest [Gö01]
    Im Literaturverzeichnis:
    [Gö01] Götze, M. (2001): „Das schöne Zitat - wie ich bei meinem Prof. Eindruck schinde“, Selbstverlag, Magdeburg, S. 24.
  • Bei mehreren Autoren wird Kürzel aus den Anfangsbuchstaben der Nachnamen + Jahr gebildet.
  • Viele andere Varianten möglich. Siehe Beispiele am Ende dieser Präsentation.
1vgl. Götze 2001, S. 24

Richtig zitieren… wörtliche Zitate

  • Direkte/Wörtliche Zitate: „Direkte Zitate sind wörtliche Übernahmen aus Texten. Sie müssen immer in den Text integriert werden, d.h. dass Sie sich entweder vor oder nach diesem Zitat auf dessen Inhalt beziehen müssen.“ (Kassel et al., 2006)
  • Längere direkte Zitate: sollten eingerückt werden. (Kassel et al., 2006)
Ausschnitt aus dem Wikipedia-Artikel über Alan Turing.
Beispiel eines längeren wörtlichen Zitats im Wikipedia-Artikel über Alan Turing.
Susanne Kassel, Martina Thiele, Margit Böck: Zitieren in wissenschaftlichen Arbeiten, Stand 15.10.2006, zuletzt besucht am 08.11.2022

Richtig zitieren… Beispiel Buch

  • Im Fließtext: „Wenn Menschen etwas lernen, versuchen sie, es zu verstehen, also ein Modell davon zu entwickeln, wie etwas funktioniert.“ (Preim/Dachselt, 2010)

  • Literaturverzeichnis:
    Preim, B., & Dachselt, R. (2010). Interaktive Systeme, Band 1 (2. Aufl.). Springer Verlag, Berlin Heidelberg.

  • mögliches Schema (Zitierstil):
    Autorname (Jahr): Titel des Buches, Band, Auflage, Verlag, Verlagsort
  • es gibt duzende weitere Zitierstile

notwendige Angaben für Bücher

  1. Namen der Autor:innen
  2. Titel des Buches
  3. Verlag
  4. Verlagsort
  5. Erscheinungsjahr
  6. wenn notwendig: Band
  7. wenn notwendig: Auflage

Richtig zitieren… Beispiel Sammelband/Proceedings (Tagungsband)

  • Im Fließtext: „In Bezug auf die Rolle von Lernprozessen bei der Sozialisation besteht heute eine paradoxe Situation in der Psychologie.“ (Ulich 1991, S. 58)

  • Literaturverzeichnis:
    Ulich, D. (1991): Zur Relevanz verhaltenstheoretischer Lern-Konzepte für die Sozialisationsforschung. In: Hurrelmann/Ulich (Hrsg.): Neues Handbuch der Sozialisationsforschung, Weinheim: Beltz, 1991, S. 57-75.

  • mögliches Schema (Zitierstil):
    Autoren (Jahr): Titel des Aufsatzes. In: Herausgeber des Sammelbandes (Hrsg.): Titel des Sammelbandes, Verlag: Verlagsort, Erscheinungsjahr, S. x-y.
  • es gibt duzende weitere Zitierstile

notwendige Angaben für Sammelbände

alle Angaben für Bücher, plus
  1. Namen der Herausgeber:innen
  2. Titel des Aufsatzes
  3. Seiten von…bis

Richtig zitieren… Beispiel Zeitschriftenartikel/-aufsätze

  • Im Fließtext: „Insgesamt verweisen unsere Argumente darauf, dass der Wandel im Verhältnis von Familie und Jugend sich mit spektakulären Überschriften kaum angemessen kennzeichnen lässt.“ (Popp/Tillmann 1990, S. 571)

  • Literaturverzeichnis:
    Popp, U./Tillmann, H.-J. (1990): Jugend und Familie – mehr Kontinuität als Wandel?, In: Neue Sammlung. 30. Jg., Heft 4. S. 564-572

  • mögliches Schema (Zitierstil):
    Autoren (Jahr): Titel des Zeitschriftenaufsatzes, In: Name der Zeitschrift, Jahrgang, Heftnummer, Seiten x-y
  • es gibt duzende weitere Zitierstile

notwendige Angaben für Zeitschriften

  1. Namen der Autor:innen
  2. Titel des Aufsatzes
  3. Name der Zeitschrift
  4. Jahrgang
  5. Heftnummer
  6. Seiten von…bis
  7. Verlag
  8. Verlagsort

Richtig zitieren… Beispiel Filme

  • Die Angaben hier stammen von (Hafner & Ochsner, 2018), sehr gute Übersicht mit vielen Beispielen
  • im Fließtext oder als Fußnote (für eins entscheiden und im gesamten Dokument dabei bleiben).
  • Unterscheidung: Film; Serie: ganze Serie, einzelne Episode; Videoclip (bspw. von Youtube), Fernsehmitschnitt, etc.

  • weitere Unterscheidung: Sequenz oder Standbild
  • Sequenz am Beispiel Film:
    Das Leben ist schön R.: Roberto Benigni. I 1997. TC: 00:44:08-00:48:24
  • Standbild am Beispiel Film:
    Das Leben ist schön. R.: Roberto Benigni. I 1997. TC: 00:44:08
Für weitere Beispiele zu Serien und Videoclips siehe (Hafner & Ochsner, 2018)

Richtig zitieren… Filme

  • Im Literaturverzeichnis:
    Das Leben ist schön [La vita è bella] R.: Roberto Benigni. Drehbuch: Vincenzo Cerami, Roberto Benigni. I, Melampo Cinematografica, 1997, Fassung: DVD, München : Universum Film ; Atlas Pictures, 2000, 116 Minuten
  • Schema:
    Filmtitel. [ev. Originaltitel] R.: Name des Regisseurs. Drehbuch: Name. Produktionsland (Länderkürzel). Produktionsfirma Produktionsjahr. Fassung: DVD, VHS, Blue-Ray. Filmlänge in Minuten
Für weitere Beispiele zu Serien und Videoclips siehe auch hier: (Hafner & Ochsner, 2018)

notwendige Angaben für Filme

  1. Titel der Films [Originaltitel]
  2. Regisseur
  3. Drehbuch
  4. Produktionsland (Kürzel)
  5. Produktionsfirma
  6. Produktionsjahr
  7. Fassung (DVD, Blue-Ray, etc.)
  8. Filmlänge (Minuten)

Richtig zitieren… Filme (nach Theel, 2019)

  • Im Fließtext (Theel, 2019):
    notwendige Angaben: Regisseur und/oder Produzent, Jahr, Zeitangabe (Sequenz oder Standbild)
  • Im Literaturverzeichnis:
    ProduzentNachname, VornameInitialen. (Produzent) & RegisseurNachname, VornameInitialen. (Regisseur). (Jahr). TitelFilm [Film]. Produktionsort: Produktionsfirma.
  • Beispiel:
    Benigni, Roberto (Regisseur), Gianluigi Braschi, Elda Ferri, John M. Davis (Produzenten). 1997. Das Leben ist schön [Film]. Italien: Cecchi Gori Group Tiger Cinematografica & Melampo Cinematografico

notwendige Angaben zu Filmen (nach Theel, 2019)

  1. Regisseur und ggf. Produzent
  2. Jahr
  3. Titel
  4. Produktionsort und Produktionsfirma
Mandy Theel (2019): „Einen Film richtig zitieren - Anleitung & Beispiele“, Stand 2. Mai 2023, (zuletzt besucht am 17.12.2024)

Richtig zitieren… Computerspiele, Software

  • Im Fließtext:
    Das nach Verkaufszahlen mit 300 Mill. Einheiten erfolgreichste Videospiel ist Minecraft (2011), Stand 2024.
  • Im Literaturverzeichnis
    Mojang Studios (2011). Minecraft (1.21.4) [Software]. Mojang Studios, Xbox Game Studios, Sony Computer Entertainment. https://www.minecraft.net/de-de
  • Möglichkeiten zur Quellenangabe:
    • Zitierregeln nach MLA (TU-Chemnitz)
      Spiel oder Softwarename [Software]. Produktionsort: Produktionsfirma, Erscheinungsdatum.
    • Bachmann (2015) mit Autorname:
      Name der rechteinhabenden Personen oder Körperschaft. (Jahr). Titel der Software (Versionsnummer) [Software]. Herausgebende. URL
    • Bachmann (2015) ohne Autorname:
      Titel der Software (Versionsnummer) [Software]. (Jahr). Herausgebende. URL
TU-Chemnitz. Zitierrichtlinien nach MLA. zuletzt besucht am 22.12.2024
Bachmann, H. (2015, November 5). Software nach APA zitieren mit Beispielen. Stand: 20. April 2021, Scribbr. zuletzt besucht am 22.12.2024
siehe auch: STYLESHEET MEDIENWISSENSCHAFT orientiert am Zitierstil der Modern Language Association (MLA, 8th edition) 2. Version (November 2019), Uni-Marburg

Richtig zitieren… Internetquellen

  • Internetquellen können sehr verschieden sein:
    • Webseite
    • Dokument bspw. aus einem Sammelband
    • Bücher
    • diverse Medien wie Filme, Audiomaterial
    • u.v.m.
  • Angaben je nach vorhandener Art der Quelle und Informationslage
  • jeweils ergänzt durch: URL (Uniform Resource Locator, bspw. Webadresse) und Datum des letzten Aufrufs
  • Jedes Medium im Internet hat eine URL

Richtig zitieren… Internetquelle Webseite

  • wichtige Informationen: Autor, Titel, Institution, Datum der Erstellung, Datum der letzten Änderung, URL, wann zuletzt besucht, siehe Zitierwürdigkeit
  • Informationslage oft aber sehr unterschiedlich
  • Fließtext:
    Bachmann zeigt am Beispiel des APA-Zitierstils welche Angaben zu Software im Literaturverzeichnis gemacht werden sollten (Bachmann, 2015)
  • Literaturverzeichnis:
    Bachmann, H. (2015, November 5). Software nach APA zitieren mit Beispielen. Scribbr, Amsterdam. Stand: 20. April 2021. online unter: https://www.scribbr.de/apa-standard/beispiel/software/, zuletzt besucht am 22.12.2024.
  • Unterschied hier zwischen Datum der Erstellung und aktuellem Stand. Die Webseite wurde zwischenzeitlich aktualisiert.
  • mögliche Angaben (je mehr davon verfügbar sind umso besser):
    Autor (Datum der Erstellung). Titel. Datum der letzten Änderung. Institution, Ort. URL. Datum des letzten Besuchs

Praktische Tipps bei Webseiten

  • wenn verfügbar Permalink verwenden (bei Seiten, die sich dynamisch ändern)
  • Screenshot erstellen und/oder Seite archivieren (bspw. als PDF oder direkt als Webseite) → Webseiten werden geändert oder dynamisch erzeugt (bspw. OPAC-Suchergebnisse, Blogeinträge, etc.)
  • Wissenschaftlichkeit und Zitierfähigkeit der Seite überprüfen
  • Quellenverzeichnis ev. nach Art trennen (Literaturverzeichnis, Verzeichnis der Onlinequellen oder Webseiten)
  • wenn das verfasste wissenschaftliche Dokument selbst auch online geht, bspw. eine Webseite, oder digital gelesen wird (PDF, eBook, etc.) dann nicht nur die URLs auflisten sondern einen wirklichen Link in das Dokument einfügen1
1Bei PDFs ist das ein bisschen schwieriger, da sie crossmedial sind und sowohl am Rechner als auch ausgedruckt gelesen werden.

Richtig zitieren… andere Internetquellen (Bücher, etc.)

  • Beispiel eBook, im Fließtext:
    Ebner stellt in fest, dass sich das Bildungssystem verändern muss um sich den weiter entwickelten Möglichkeiten des mobilen Zugriffs auf Lerninhalte anzupassen (Ebner, 2014).
  • im Literaturverzeichnis:
    Ebner, Martin (2014): Preparing teachers for a mobile world, to improve access to education, Online: http://elearningblog.tugraz.at/archives/6977, zuletzt besucht am 22.12.2024
  • generell gilt: bei Digitalausgaben von Monografien, Sammelbänden, etc. werden die gleichen Angaben gemacht wie bei der analogen Version, ergänzt um:
    • die Webadresse (URL)
    • Datum des letzten Besuchs
    • wenn verfügbar: DOI oder ISBN (die digitale Version hat eine andere als die analoge)

Richtig zitieren… andere Internetquellen (Bücher, etc.)

  • weiteres Beispiel Aufsatz im Sammelband:
    McComas, W. F. (2014). Pedagogical Content Knowledge (PCK). In W. F. McComas (Hrsg.), The Language of Science Education: An Expanded Glossary of Key Terms and Concepts in Science Teaching and Learning (S. 71–71). SensePublishers, Rotterdam. https://doi.org/10.1007/978-94-6209-497-0_61, https://link.springer.com/chapter/10.1007/978-94-6209-497-0_61 (zitiert am 08.11.2022)
  • Kerres, M., & de Witt, C. (2002). Quo vadis Mediendidaktik? Zur theoretischen Fundierung von Mediendidaktik. MedienPädagogik: Zeitschrift für Theorie Und Praxis Der Medienbildung, 6(Theoriebildung in Mediendidaktik), 1–22. https://doi.org/10.21240/mpaed/06/2002.11.08.X, https://www.medienpaed.com/article/view/35, zuletzt besucht am 22.12.2024
In beiden Beispielen wurden bewusst zwei unterschiedliche Arten der Angabe zum letzten Besuch verwendet.

Glaubwürdigkeit/Zitierwürdigkeit von Quellen

  • Wichtig! Prüfen ob Quellen glaubwürdig und authentisch sind!
  • zitierwürdige Quellen haben normalerweise einen Autor, einen Titel, min. ein Datum (Erstellung, Veränderung), eine Institution sowie einen Ort (kann auch im Impressum stehen) → der/die Autor:innen sollten erreichbar sein
  • Der Text selber sollte wissenschaftlichen Standards genügen
  • Vorsicht mit Wikipedia, genau prüfen
    • hier sind oben geforderte Angaben oft nicht vorhanden (meist nur Titel)
    • wenn mit Quellenangaben versehen, dann besser die Originalquelle zitieren (und vorher prüfen ob die Angaben richtig sind!)
  • Sekundärzitate (wenn möglich) vermeiden. Manchmal hat man Originalquelle nicht und muss (Zurstiege, 2007 zitiert nach Fahlenbrach, 2019) o.ä. schreiben.
  • möglich, besser ist: Originalquelle einsehen, prüfen und diese Quelle direkt zitieren.

Quellenverzeichnis

  • muss alle zitierten Quellen enthalten
  • aber auch nicht mehr
  • sollte alphabetisch geordnet sein
  • sollte keine Dubletten enthalten
  • muss eindeutig sein, Verweise aus dem Fließtext dürfen nur zu einer Quelle führen
  • kann in mehrere Verzeichnisse geteilt werden, bspw. Literaturquellen, Bildquellen
  • kann auch am Ende von Kapiteln stehen (nur sinnvoll bei vielen Quellen, führt u.U. dazu, dass Quellen doppelt angegeben werden müssen wenn sie in verschiedenen Kapiteln verwendet werden
  • Einträge darin sollten vollständig sein (hier hilft eine gute Literaturverwaltung)
Beispiel Literaturverzeichnis

Literaturverwaltung

…erleichtert das wissenschaftliche Leben ungemein.
  • sämtliche Literatur ist an einem Ort
  • Literaturverzeichnisse können automatisch erstellt werden
  • haben vordefinierte Arten von Einträgen (Buch, Zeitschrift, etc.) mit den dafür notwendigen Angaben → hilft dabei nichts zu vergessen.
  • Arbeiten mit Browserplugins zur automatischen Übernahme von Daten (bspw. aus Bibliothekskatalogen)
  • haben Plugins für Textverarbeitungssysteme zum automatischen Einfügen von Verweisen und zur automatischen Erstellung des Literaturverzeichnisses → großer Vorteil, es landen nur die Einträge im Quellenverzeichnis, auf die im Fließtext auch wirklich verwiesen wird.
  • haben viele vordefinierte Zitierstile
  • erlauben den Austausch mit anderen über zentrale Datenbanken

Literaturverwaltungssysteme

  1. Zotero
    • freies System zur Literaturverwaltung
    • Browserplugin für alle gängigen Webbrowser zur Datenübernahme in die Datenbank
    • Plugin für Microsoft Word und LibreOffice verfügbar um Daten direkt in die Textverarbeitung zu übernehmen
    • Daten werden dezentral auf dem eigenen Rechner verwaltet, Abgleich mit zentralem Server möglich
    • Dutzende unterschiedliche Zitierstile vorhanden (APA, IEEE, Havard, uvm.)
    • Export in verschiedene Formate möglich (bspw. auch BibTeX)
  2. Citavi
    • proprietäre, kommerzielle Software, für alle Studierenden der OVGU gibt es eine Campuslizenz (Link nur uniintern aufrufbar)
    • ähnlicher Funktionsumfang wie Zotero, Browserplugin und Plugins für Textverarbeitung vorhanden.
    • kann zusätzlich auch Textfragmente verwalten
Eine gute Übersicht über vorhandene Literaturverwaltungssysteme bietet (Böhner et al. 2022)
Dörte Böhner, Thomas Stöber, Astrid Teichert, Kristin Preuß, Lea Neubauer, Katja Tietze, Sandra Rahm, Jana Behrendt, Sebastian Podschull, & Dorothea Lemke. (2022). Literaturverwaltungsprogramme im Vergleich — 9. Aktualisierung (2022). Technical University of Munich.
Hinweis: Ich bekomme für den Verweis auf Citavi keinerlei Vergütung, da sie aber für Studierende und Mitarbeiter:innen der Otto-von-Guericke-Universität (OVGU) als Campuslizenz zur Verfügung steht, soll dieses Programm hier nicht unerwähnt bleiben.

Fertigstellung

  • Rechtschreibung kontrollieren!
  • nutzen Sie ruhig auch die automatische Rechtschreibkontrolle des Textverarbeitungssystems
  • am besten von jemandem lesen lassen, der vom Fach keine Ahnung hat
  • in Zweifelsfällen: Duden ;-)
  • Nach typographischen Fehlern suchen, bspw. Hurenkindern, Schusterjungen, doppelten Leerzeichen, falschen Verweisen, Einrückungen, Abständen, usw.
  • Ausdruck kontrollieren
  • wenn man kein Literaturverwaltungssystem verwendet, prüfen ob sämtliche Quellen im Quellenverzeichnis aufgelistet sind
  • nachschauen ob alle Angaben zu den Quellen vollständig sind
  • Form kontrollieren, ggf. Probeausdruck machen!
  • Bindung/Umschlag
Danach ganz wichtig: Freuen Sie sich über die fertige Arbeit! Gießen Sie sich ein Getränk Ihrer Wahl ein und genießen Sie es, Sie haben es sich verdient!

Weitere Tipps

  • lesen Sie Fachliteratur (Monografien, Paper, etc.) und schauen Sie wie diese aufgebaut sind (Umgang mit Literatur, Quellen, Abbildungen, Zitaten, Tabellen, etc.)
  • wenn Sie Fragen haben (inhaltlich, formal, methodisch), sich unsicher sind, Literatur benötigen, etc. fragen Sie Ihren Betreuer, Ihre Betreuerin
  • wenn Sie eine Sinnkriese haben, gehen Sie zu Ihrer Betreuerin/Ihrem Betreuer, keine Scheu, das kommt vor, viele fragen sich ob das alles sinnvoll ist was Sie tun
  • diskutieren Sie Fragen, Themen, Literatur auch mit anderen Kommilitonen und Kommilitoninnen
  • Beachten Sie die Lizenzen! Es gibt eine Menge Bildquellen im Internet, auch solche, die vorgeben, nur lizenzfreie Bilder bereitzustellen. Schauen Sie genau hin. Es gibt auch Webseiten, die den freien Upload von Bildern erlauben und nicht prüfen, ob das Bild tatsächlich lizenzfrei ist. Das gilt auch für andere Medien.
  • Geben Sie bei nicht selbst erstellten Bildern/Medien die Quelle und die Lizenz an. Beachten Sie die notwendigen Angaben. Beispielsweise können Medien zwar oft frei verwendet werden, es gibt aber Einschränkungen, z. B. kann verlangt werden, dass der Auto/die Autorin angegeben wird (siehe CC-BY).

Literatur zum Weiterlesen, in unterschiedlichen Zitierstilen

  • Zitierstil APA:
    Franck, N. (2024). Welche wissenschaftlichen Standards sind beim Schreiben zu beachten? In Schreiben im Studium (S. 9–16). Springer VS, Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-45377-0_2
  • Zitierstil Chicago Manual of Style:
    Franck, Norbert. 2024. Schreiben im Studium: Wie Hausarbeiten und andere Texte gelingen. Kompakte Antworten auf die 22 wichtigsten Fragen. 1st ed. 2024. Wiesbaden: Springer Fachmedien Wiesbaden. https://doi.org/10.1007/978-3-658-45377-0.
  • Zitierstil IEEE:
    [1] S. Stock, P. Schneider, E. Peper, und E. Molitor, Hrsg., Erfolgreich wissenschaftlich arbeiten. Berlin, Heidelberg: Springer, 2018. doi: 10.1007/978-3-662-55001-4.
  • Zitierstil Nature:
    1. Voss, R. Wissenschaftliches Arbeiten: ... Leicht Verständlich! 1 (UVK Verlag, München, 2020).
  • Zitierstil Elsvier:
    Dr. Weigl, H., n.d. Wissenschaftliches Arbeiten und Schreiben [WWW Document]. Schreibwerkstatt. URL http://www.schreibwerkstatt.co.at/blog/wissenschaftliches-arbeiten-und-schreiben/ (accessed 12.23.24).
  • Zitierstil Vancouver:
    1. Kern ProfDrJ. Anleitung zur Anfertigung wissenschaftlicher Arbeiten [Internet]. 10. Aufl. Berlin: Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW); 2017 [zitiert 26. Dezember 2024]. 50 S. Verfügbar unter: https://jkern.de/wp-content/uploads/2020/10/Anleitung-zur-Anfertigung-wissenschaftlicher-Arbeiten-10.-Aufl.-03_2017.pdf

Literatur zum Weiterlesen

Kleiner Hinweis zur Darstellung in diesem Verzeichnis: normalerweise habe ich Links zu anderen Webseiten mit einem kleinen Kettensymbol gekennzeichnet damit sie als externe Links erkennbar sind. Das habe ich hier in dieser Liste weggelassen, da das in einem gedruckten Verzeichnis auch nicht vorkommt.

Vielen Dank für Eure/Ihre Aufmerksamkeit und viel Spaß beim wissenschaftlichen Arbeiten!

Bildquelle: Openclipart, Spaceman discovers planet - remix by j4p4n, uploaded on November 13, 2020, 7:10 am, , License: Creative Commons Zero, zuletzt besucht am 18.03.2026.