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Dagstuhl Dreieck
Dagstuhl Dreieck (eigene Darstellung, nach Honegger und GI, 2016)
Entstehung
entstanden bei einer Tagung auf Schloss Dagstuhl 2016: Expert:innentreffen
Bereiche: Informatikdidaktik, Medienpädagogik/-didaktik und Wirtschaft
Erkenntnis, das Digitale Bildung aus drei Perspektiven betrachtet werden muss:
Technologische Perspektive
Gesellschaftlich-kulturelle Perspektive
Anwendungsorientierte Perspektive
Visualisierung der Perspektiven im Dagstuhl Dreieck
Dagstuhl Dreieck (eigene Darstellung, nach Honegger und GI, 2016)
Technologische Perspektive
"Die technologische Perspektive hinterfragt und bewertet die Funktionsweise der Systeme, die die digitale vernetzte Welt ausmachen. Sie gibt Antworten auf die Frage nach den Wirkprinzipien von Systemen, auf Fragen nach deren Erweiterungs- und Gestaltungsmöglichkeiten. Sie erklärt verschiedene Phänomene mit immer wiederkehrenden Konzepten. Dabei werden grundlegende Problemlösestrategien und -methoden vermittelt. Sie schafft damit die technologischen Grundlagen und Hintergrundwissen für die Mitgestaltung der digitalen vernetzten Welt." (GI, 2016)
Gesellschaftlich-Kulturelle Perspektive
Die gesellschaftlich-kulturelle Perspektiveuntersucht die Wechselwirkungen der digitalen vernetzten Welt mit Individuen und der Gesellschaft. Sie geht z. B. den Fragen nach: Wie wirken digitale Medien auf Individuen und die Gesellschaft, wie kann man Informationen beurteilen, eigene Standpunkte entwickeln und Einfluss auf gesellschaftliche und technologische Entwicklungen nehmen? Wie können Gesellschaft und Individuen digitale Kultur und Kultivierung mitgestalten? (GI, 2016)
Anwendungsbezogene Perspektive
Die anwendungsbezogene Perspektive fokussiert auf die zielgerichtete Auswahl von Systemen und deren effektive und effiziente Nutzung zur Umsetzung individueller und kooperativer Vorhaben. Sie geht Fragen nach, wie und warum Werkzeuge ausgewählt und genutzt werden. Dies erfordert eine Orientierung hinsichtlich der vorhandenen Möglichkeiten und Funktionsumfänge gängiger Werkzeuge in der jeweiligen Anwendungsdomäne und deren sichere Handhabung. (GI, 2016)
Es muss ein eigenständiger Lernbereich eingerichtet werden, in dem die Aneignung der grundlegenden Konzepte und Kompetenzen für die Orientierung in der digitalen vernetzten Welt ermöglicht wird.
Daneben ist es Aufgabe aller Fächer, fachliche Bezüge zur Digitalen Bildung zu integrieren.
Digitale Bildung im eigenständigen Lernbereich sowie innerhalb der anderen Fächer muss kontinuierlich über alle Schulstufen für alle Schüler_innen im Sinne eines Spiralcurriulums erfolgen.
Eine entsprechend fundierte Lehrerbildung in den Bezugswissenschaften Informatik und Medienbildung ist hierfür unerlässlich. Dies bedeutet:
Ein eigenständiges Studienangebot im Lehramtsstudium, das Inhalte aus der Informatik und aus der Medienbildung gleichermaßen umfasst, muss eingerichtet werden.
Die Fachdidaktiken aller Fächer und die Bildungswissenschaften müssen sich der Herausforderung stellen und Forschung und Konzepte für Digitale Bildung weiterentwickeln.
Umfassende Fort- und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte aus technologischer, gesellschaftlich-kultureller und anwendungsbezogener Perspektive müssen kurzfristig eingerichtet werden.
weiterführende Gedanken
Die digitale vernetzte Welt beeinflusst mit ihren Phänomenen, Artefakten, Systemen und Situationen die Lebenswelt der Schüler_innen und direkt oder indirekt den Unterricht. (GI, 2016)
siehe auch: Medien in der Lebenswelt von Kindern und Jugendlichen
siehe auch: Lernen mit und über Medien
ein daraus resultierendes Thema ist die Transformation innerhalb von Bildungseinrichtungen mit allen dazugehörigen Aspekten, siehe auch: 3/4-Wege-Modell (Brägger und Rolff, 2022), (Schulz-Zander, 2001), Handlungsempfehlungen von Heinen und Kerres, 2015
eher zu Forschungszwecken und bezogen auf konkrete Untersuchungsobjekte wurde das Dagstuhl-Dreieck zum Frankfurt-Dreieck weiterentwickelt
Abgeleitet aus dem Dagstuhl-Dreieck: Charta Digitale Bildung: beschreibt drei Grundsätze als Ausdruck des gemeinsamen Verständnisses von Bildung in einer durch Digitalisierung geprägten Welt.
Zusammenfassung
entstanden 2016 auf einer Tagung auf Schloss Dagstuhl
gemeinsam erstellt durch Fachleute aus den Disziplinen Informatik, Informatikdidaktik, Medienpädagogik, Wirtschaft und Schulpraxis
Grundforderung und -erkenntnis:
„Schule muss sich daher der Frage nach Bildung in der digitalen vernetzten Welt umfassend stellen. Ohne Verständnis der grundlegenden Konzepte der digitalen vernetzten Welt können Bildungsprozesse heute nicht zukunftsfähig gestaltet werden.“
drei wesentliche Perspektiven auf das Thema Digitale Bildung: